Praisos · Region Sitia · Ostkreta

Mein Olivenhain — die Heimat Deines Olivenöls

2,5 Hektar Koroneiki-Bäume auf rund 300 Metern Höhe, direkt neben den Ausgrabungen der antiken Stadt Praisos. Hier wachsen die Oliven, aus denen mit viel Sorgfalt und Leidenschaft ein Olivenöl entsteht, das ein Stück Kreta zu Dir nach Hause bringt.

Matthias in seinem Olivenhain bei Praisos, Ostkreta

Lage & Herkunft

Wo vor 3.000 Jahren die Minoer siedelten

Mein Hain liegt bei Praisos, ca. 10 km südlich von Sitia im Osten Kretas, inmitten des UNESCO Global Geoparks Sitia — direkt neben den archäologischen Ausgrabungen der antiken minoischen Stadt, wo schon vor 3.000 Jahren die Minoer lebten, die letzten Ureinwohner Kretas. Mehr über diesen besonderen Ort erfährst Du in meinem Blog.

Die Region Sitia ist für ihre Olivenöl-Qualität weit über Kreta hinaus bekannt und trägt eine eigene geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U./DOP) für Olivenöl aus dieser Region.

Die Sorte

Koroneiki — klein, aber konzentriert

Ich baue ausschließlich die kleinwüchsige Koroneiki-Olive an — deutlich kleiner als die Oliven anderer europäischer Anbaugebiete, dafür geschmacklich sehr konzentriert und reich an einfach ungesättigten Fettsäuren (Ölsäure). Die Koroneiki ist für ihren hohen Polyphenolgehalt bekannt und gilt unter Olivenöl-Kennern und Produzenten weltweit als eine der wertvollsten Sorten überhaupt.

Mein Öl ist zu 100 % sortenrein — es wird nicht verschnitten, weder mit anderen Sorten noch mit Öl aus anderen Regionen.

Anbau

Ohne Kunstdünger, ohne Pestizide — seit 2008

Seit ich den Hain 2008 übernommen habe, verzichte ich auf Kunstdünger und chemische Schädlingsbekämpfung. Für beides gibt es einen konkreten Grund.

Kein Kunstdünger

Im Frühjahr steht das Gras zwischen den Bäumen kniehoch und nimmt ihnen das Wasser — deshalb wird gemäht. Der Schnitt bleibt liegen, verrottet und füttert den Boden. Genau deshalb brauche ich keinen Kunstdünger.

Keine Pestizide

Mein Hain liegt auf gut 300 Metern Höhe, und dort oben ist die Olivenfliege selten. Der Schädling, der in tieferen Lagen Spritzmittel nötig macht, ist bei mir schlicht kaum ein Thema. Die Höhenlage erledigt das, wofür andere Chemie brauchen.

Alter Olivenbaum im Hain, dazwischen blühender Sauerklee
Frühjahr im Hain: Was hier blüht, wird gemäht, bleibt liegen und wird zu Dünger.

Wasser

Gewässert wird sparsam — nicht damit die Oliven größer werden, sondern damit der Stiel sie festhält, wenn der Wind kommt. Im Frühjahr werden die Wasserleitungen kontrolliert und erneuert, wo es nötig ist.

Schnitt

Nach der Ernte im Winter werden die Bäume beschnitten, wenn nötig — dann befindet sich der Baum in der Ruhephase. Als Olivenbauer hoffe ich auf Regen: Ein kalter, nasser Februar ist das Beste, was einem Olivenbaum passieren kann.

Hilfe vor Ort

Ich lebe nicht das ganze Jahr auf Kreta — bei Pflege und Ernte helfen mir gute Freunde und meine Hain-Nachbarn. Es sind Olivenbauern, die seit Generationen eigene Bäume haben. Ohne sie ginge es nicht, und ich frage sie bis heute bei jeder Entscheidung um Rat.

Ernte und Extraktion

Vom Baum in die Mühle — am selben Tag

Erntenetze unter einem Olivenbaum, daneben ein Ernterechen
Erntezeit: Netze unter dem Baum, gepflückt wird von Hand. Am Stamm hängt das Namensschild einer Patin.
meist 0,3 %

Säuregrad meines Öls. Der Grenzwert für „nativ extra" liegt bei 0,8 %.

  1. Ernte von Hand

    Geerntet wird zwischen Ende November und Anfang Februar — bei Tageslicht und ganz ohne Absaugmaschinen. Vögel und Nester im Hain bleiben dadurch unberührt. Damit entspricht mein Öl auch den Ansprüchen einer veganen Lebensweise.

  2. Noch am selben Tag in die Mühle

    Das ist der entscheidende Schritt: Oliven beginnen nach der Lese schon nach wenigen Stunden zu oxidieren, bilden dadurch Säure, und unerwünschte Abbauprozesse setzen ein. Deshalb geht es direkt nach der Ernte in eine nahe gelegene Genossenschaftsmühle.

  3. Kaltextraktion unter 27 °C

    Dort werden die Oliven schonend mit moderner Zentrifugentechnik verarbeitet und unter Luftabschluss in Edelstahltanks gelagert. Durch den kurzen Weg und die niedrige Temperatur bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe, das fruchtige Aroma und der natürlich niedrige Säuregehalt optimal erhalten.

Von Kreta zu Dir

Ein Transport für ein ganzes Erntejahr

Statt jede einzelne Bestellung von Kreta aus zu verschicken, bringe ich nach der Abfüllung in der Ölmühle das Ergebnis eines ganzen Erntejahres gesammelt per LKW und Schiff in mein Versandlager nach Deutschland. Von dort geht Dein Kanister per DHL GoGreen direkt an Dich, in der Regel innerhalb weniger Tage nach Bestellung.

Verpackt wird in recycelten Kartonagen, gepolstert mit Kartonstreifen aus Altkartons.

Liebevolle Handarbeit

Wie Dein Namensschild entsteht

Jedes Namensschild beginnt als Stück Altholz — nachhaltig, statt eigens dafür gekauft. Es wird von Hand geschliffen, grundiert und anschließend individuell mit Acrylfarbe bemalt. Kein Schild gleicht dem anderen, so wie kein Pate dem anderen gleicht.

Damit die Farben Sonne, Wind und Regen im Hain überstehen, wird jedes Schild zum Schluss gegen UV-Strahlung und Witterung lackiert. Danach hänge ich es an Deinem Baum auf, mache ein Foto und notiere die GPS-Koordinaten. Beides — Foto und Koordinaten — bekommst Du anschließend per E-Mail zugeschickt.

Da ich nicht das ganze Jahr auf Kreta lebe, kann es dabei etwas dauern, bis Dein Schild hängt. Ich bitte Dich um etwas Geduld — das Ergebnis ist es wert.

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Paten an ihrem Olivenbaum mit selbst gemaltem Namensschild
Patin mit ihrem handgemalten Namensschild im Hain
Zwei Paten bei ihrem Olivenbaum mit Namensschild
Paten unter ihrem Olivenbaum mit Namensschild
Paten an ihrem Olivenbaum im Hain
Matthias und Karin im Olivenhain
Paten Ella und Günni an ihrem Olivenbaum im Hain
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Besuch im Hain

Komm vorbei

Ich freue mich immer ganz besonders, wenn Paten meinen Hain auf Kreta persönlich besuchen. Ich hatte schon viele schöne Begegnungen vor Ort, wenn sie die besondere Atmosphäre dieses einzigartigen Ortes genießen, an dem schon vor über 3.000 Jahren die Minoer lebten und an dem ihr Olivenöl entsteht.

Hast Du zu zusätzlich zu Deiner Patenschaft ein Namensschild bestellt, hängt es, von Hand gemalt, an Deinem Baum. Den findest Du sehr einfach: Seine GPS-Koordinaten und die Baumnummer bekommst Du zusammen mit dem Foto per E-Mail.

Und in der Zeit, in der ich nicht auf Kreta bin, kannst Du in meinem Steinhaus wohnen.